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Minheim, Weingut Mertes Reisen mit dem Night-Liner

Wir stehen in Minheim

Am Freitag, den 10.07.2020 ging es so um 10.00 Uhr endlich los Richtung Minheim an der Mosel.

Wie immer ist die Besatzung schon an Board aber der Kapitän ist immer noch abwesend. Der Schleudersitz ist immer noch leer und alle fragen sich mittlerweile von steckt der Kerl denn nur…

Das Cockpit ist immer noch leer…

Das Hilfspersonal hat schon lange seinen Platz eingenommen.

Unser Sicherheitspersonal nimmt noch einmal den Night-Liner unter die Lupe. Checkt alle Fächer und vor allem den Kühlschrank, auch das Hundefutter wird nochmals auf Vollständigkeit überprüft.
Noch ein schneller Blick Richtung Hoftor…

Offen….

Nun kann auch das Sicherheitspersonal seinen Platz einnehmen

Endlich kommt er doch noch ganz ruhig aus der Scheune. Wie immer hatte er etwas vergessen, was sich allerdings dann im Fahrzeug befand. So ging es dann 15 Minuten später doch noch auf die Autobahn.

A66 Richtung Hanau – Frankfurter Kreuz
Schon haben wir die Autobahn erreicht

Die Autobahn war für Freitagsnachmittag leer wie noch nie. Für die Strecke zum Rhein Main Flughafen benötigen wir normalerweise mindestens 45 Minuten, heute waren wir in etwas mehr als 15 Minuten dort. Aber seht selber, auch am Flughafen gähnende Leere . Wo sonst alle Minute ein Flugzeug startet oder landet, haben wir kein einziges Flugzeug am Himmel gesehen oder gar gehört.

wo sind Sie nur geblieben, die Flugzeuge

Kurz vor 13 Uhr haben wir eine Autobahnraststätte angefahren um uns eine Tee zu machen. Außerdem musste sich Flocke mal entleeren und wir mussten ebenfalls mal unsere Toilette im Night – Liner aufsuchen.
Doch auch hier, ein Bild von Traurigkeit…dort wo sonst ein LKW neben den anderen stand und auch jeder PKW Parkplatz belegt war…nur noch eine große Leere. Normal konnte man um diese Zeit eine Raststätte nicht mal mehr befahren, geschweige dort irgendwo einen Sitzplatz ergattern doch jetzt…sieht es so aus

ohne Kommentar, Bild spricht für sich

Nach ca. einer Stunde geht es weiter an die Mosel und zum hoffentlich lieblichen Rotwein.
Der Tempomat stand bei ca. 85 Std/km und wir mussten nicht einmal auf der Autobahn bremsen. Nur an den Baustellen haben wir das Tempo verringert, die letzten 40 km ging es dann auf Bundesstraßen und Landstraßen weiter nach Minheim.

kein Weinberg weit und breit
fast am Ziel doch immer noch kein Weinberg

Dafür wurden die Straßen immer enger und die Hügel immer höher. Weinberge sind immer noch keine zu sehen, dafür werden die Straßen immer schmäler und die Befestigungen rechts und links fehlen total. Doch der Night – Liner zieht ohne wenn und aber seine Bahnen über die engen Straßen

Doch kaum ging es den Hügel wieder nach unten, da waren sie auch schon da, die Weinberge und die Mosel

Die nächste Ortschaft ist Minheim. Dort ist uns vielleicht etwas passiert und wie immer, die besten Momente vergisst man einfach zu fotografieren. So auch in Minheim. Das Navi schickte uns mitten nach Minhein rein, ein echt schönes Weindörfchen mit vielen engen Gässchen. Zum Schluss waren rechts und links noch ca. 10 cm Platz und dann kam was kommen musste…Das Gässchen war zu Ende und es ging nur nach rechts oder links aber nirgends kam der Liner auch rum. Er war einfach zu lang und zu dick….der Kleine. Also musste Dieter die ca. 1 km wieder zurück, danach war er ziemlich fertig und ich hatte keinen Herzschlag mehr. Weil mir mein Herz sicher in den Hosenboden gerutscht ist. Leider war die Adresse nicht die Adresse des Stellplatzes. Der lag dann doch etwas außerhalb von Minheim. Gegen 15,30 Uhr kamen wir glücklich und überall heile am Ziel an. Nach unserer verdienten Kaffeepause wurden wir von Winzer herzlich begrüßt und er zeigte uns auch gleich den Weg zur Vinothek. Der Weg dorthin geht doch ziemlich steil bergab, so das ich mich entschlossen habe, besser in der Nähe vom Mobil zu bleiben und dort in der Sonne den Abend ausklingen zu lassen.

Der nette Winzer brachte uns dann noch schnell einen Rotwein und einen Rotling vorbei. Den Rotwein haben wir zum Abendbrot geöffnet und waren vom Geschmack und der Süße überzeugt. Der Rotwein war sowas von lecker, dass wir gleich 12 Flaschen geordert haben.

Der Stellplatz ist zwar ein reiner Schotterplatz, welcher eigentlich als Parkplatz genutzt wird. Den Winzer haben wir in Landvergnügen gefunden. Die Nacht war ruhig und morgens wurden wir von unzähligen Vögel geweckt. Die Winzerfamilie hat uns herzlich aufgenommen und die dort hergestellten Weine waren einfach unser Geschmack. Wenn wir in einer Woche nach Luxemburg fahren, möchten wir auf jedenfalls wieder eine Nacht dort stehen und dann einmal den Sekt und Prosecco probieren. Schon jetzt freuen wir uns darauf.

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Minheim, Weingut Mertes Reisen mit dem Night-Liner

Auf der Suche nach dem Rotwein

Morgen am 10.07.2020 soll es gleich nach dem Frühstück los gehen. Unser Ziel ist Minheim und dort das Weingut Mertes in der Nähe der Mosel. Gefunden haben wir dieses Weingut in „Landvergnügen“ und nach den Angaben von Herrn Mertes hat er für unseren Kleinen immer ein Plätzchen frei.

Auf die Frage „lieblicher Rotwein“ meinte Herr Mertes sofort haben wir einen super guten Dornfelder. Diese Weinsorte ist die , welche er meisten im Rotweinbereich verkauft. Wusste gar nicht das so viele Menschen / Kunden lieblichen Rotwein trinken. Ich bin gespannt auf diesen Wein.

Zurück zu den Vorbereitungen heute wird ein Tag voll mit Terminen und Kleinigkeiten die zu erledigen sind. Auch hier bin ich gespannt ob wir heute Abend 19 Uhr alles fertig ist oder noch 1001 Sache auf Freitag verschoben ist. Auch hier bin ich gespannt ob´s klappt, schließlich wäre das das erste mal seit dem wir Wohnmobil fahren…doch wir wollen endlich los auch wenn es nur 3 Tage sind.

Jetzt geht’s los;

Flocke war beim Hundefriseur ist nun wieder ein hübsches Mädel.
Getränke geholt und im Liner gebunkert
Krankengymnastik erledigt
Stauffacher außen eingeräumt und Werkzeug wieder eingeräumt
Fäkalientank nochmals gespült
Blütenstaub der letzten Monate mit klarem Wasser abgewaschen
Leitungen durchgespült und Wassertank voll gemacht
Staub gewischt und alles verräumt in der Wohnung
Gebügelt
Besuch neuer Mieter Mietvertrag unterschrieben
Kühlschrank einräumen und Klamotten in die Schränke
So für heute alles erledigt….

Morgen noch meine Medikamente rein in den Schwadden
und dann hoffe ich wir kommen so gegen 11 Ujr hier weg sind.
Freu mich auf den ersten Rotwein und was die Vinothek sonst noch
so leckeres bietet….


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Montag Morgen und nur wenig passiert…

Planung stand auf go…und wir wollten ab Freitag bis einschließlich Montag den Night-Liner auf Vordermann bringen. Er sollte in die Waschanlage und den Blütenstaub einschließlich dem Coronastaub der letzten Monate verlieren, wir wollten ihn von Innen putzen und einräumen. Alle Voräte überprüfen und sie heute wieder auffüllen. Das Geschirr, welches sich so in den letzten Monaten wieder in unserer Wohnung eingefunden hatte, sollte auch wieder in dem Liner verschwinden. Die Klamotten und Bettwäsche welche seit Monaten in Körben verpackt waren müssen auch den Weg wieder in den Schrank finden, der Kühlschrank sollte gut gefüllt sein und der Wasserstandsanzeiger sollte wieder voll anzeigen. Eben alles auf GO so dass wir Morgen starten können…so war der Plan.

Doch dann hat sich mein Enkel angekündigt und blieb bis Montag Nachmittag. Der neue Mieter rief an und wollte Donnerstag unbedingt nochmal die Wohnung besichtigen und dann auch gleich den neuen Mietvertrag unterschreiben. So sprang die Ampel von Dienstag auf Freitag….vorher kann es nicht los gehen.

Ein Vorteil hat das ganze allerdings, mehr Zeit um einen Bauernhof auf Landvergnügen zu suchen oder vielleicht doch einen Winzer. Wir sind ja für alles offen.. jetzt steht die Devise auf Frühstückseier gegen leckeren Wein…wir werden sehen.

Nirgends ist man eben so flexibel wie als Camper… wir freuen uns auf unser erstes Wochenende nach der Coronapause.

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Der Stempel ist wieder drauf

Es ist Freitag, der 04.07.2020 um 06:30 Uhr in Deutschland. Flocke schläft noch friedlich auf dem Balkon aber was ist das? Der Wecker gleich neben Dieter, der klingelt, hab ich ja schon Monate nicht mehr gehört. Ich lausche aber es ist und bleibt der Wecker.
Der Hund hebt den Kopf und denkt sicher was Issen hier los…gestern war Herrschen doch noch ganz gesund und ständig meint er, ich soll länger schlafen.
Also Herrchen, leg dich hin und schlafe weiter, ist noch zu früh am Tag. Doch schon sind die Beine aus dem Bettchen, der will wirklich los. Schon ist er im Bad verschwunden um 10 Minuten später in voller Montur auf der Bildfläche wieder zu erscheinen. Ochhhh, er sagt es schon, Flocke gassi! Ich will nicht aber ich muss, so erhebe ich meinen schönen Körper und begebe mich Richtung Ausgang und auf die Gassi-Runde.

Etwa 30 Minuten später und 500 gr. Fleisch im Magen, sehe ich verdutzt mein Frauchen weilt ja auch schon unter uns. Kaffee fließt aus der Maschine und die reden und reden, ich will pennen. Nachdem es noch keine Brötchen gibt, verziehe ich mich wieder auf den Balkon und klingele die 2. Runde Pennen ein.
Aus den Augenwinkeln sehe ich nur noch Herrchen mit Autoschlüssel bewaffnet, tschüss sagen und dann ist er weg und Frauchen schlürft ihren Kaffee zu ende.

So gegen 9:00 Uhr, war dann Herrchen wieder da. Er war bei der Zulassungsstelle und hat den Liner und das Beiboot wieder zugelassen. Jetzt haben die Kennzeichen wieder neue hübsche Stempelchen und einer Fahrt ins Blaue steht nichts mehr im Wege. Morgen wollen die den Night-Liner wieder einräumen und den Kühlschrank wieder in Betrieb nehmen. Bis Montag soll er dann wieder voll fahrbereit auf dem Hof stehen,
dann kann es wieder heißen Leinen los und die Fahrt geht ab…..

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Vorsichtig träumen wir wieder vom Reisen

Gestern bin ich das erste Mal nach 6 Wochen wieder 18 Stufen an einem Stück gelaufen und das hoch und gleich wieder runter. Somit kann ich nun auch den Liner-Gipfel wieder erreichen.
Kaum ist der Einstieg bewältigt, schon beginnen die ersten Ideen in unseren Köpfen zu kreisen und nehmen uns mit auf die Reise durch Deutschland.

Am 03.07.2020 haben wir mit dem Night-Liner einen Termin bei der Zulassungsstelle zum wieder zulassen des kleinen und großen Schwadden. Aus diesem Grund geht es am Montag los und wir räumen den Night-Liner wieder ein. Vor allem die Küche haben wir ziemlich leer geräumt und der Kühlschrank ist immer noch aus. Das wird sich ab Montag ändern. Der Gastank ist voll und ab Dienstag wird der Kühlschrank wieder ständig laufen. Am Mittwoch ist er dann bereit für Lebensmittel und Getränke. Danach wird wohl das große Putzen erfolgen und jedes Fach wird wieder eingeräumt… und wenn er am Freitag wieder zugelassen ist, wird er auch bereit zur Abfahrt sein.
So steigt der Traum, dass wir am Montag sagen können, Besatzung an Bord und Abfahrt!!!

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Ostsee-Tour, Luxemburg und Nierstein

2020, sollte für uns das Jahr der langen Reisen werden bevor es 2021 über den großen Teich gehen sollte. So war der Plan und wir haben lange an den Routen geplant.

Meinen 62. Geburtstag wollten wir bei Freunden in Luxemburg feiern und hier holte uns die neue Zukunft das erste mal ein. Im März 2020 schließt Luxemburg die Grenzen zu Deutschland. An ein unbeschwertes Reisen nach Luxemburg war erst einmal nicht mehr zu denken und schweren Herzens sagten wir unseren Freunden in Luxemburg ab. Wir können dies ja später jederzeit nachholen.
Noch in der gleichen Woche schloss auch Litauen seine Grenzen und unsere Tour Rund um die Ostsee fiel somit mal kurz ins Wasser. Irgendwie hilflos sahen wir zu, wie Europa seine Grenzen dicht machte und das worauf wir so stolz waren zum Teil aufhörte zu existieren.

Die bis heute letzte Fahrt des Night-Liners war dann vom 13.03. bis 15.03.2020 nach Nierstein. Dort trafen wir uns mit 10 anderen Dickschiffen und verlebten ein super schönes Wochenende. Wenn wir heute ein Weinchen aus Nierstein öffnen, dann denken wir oft an diese schöne Zeit zurück. Vor allem wie einfach und unbeschwert diese Zeit noch war.
Ab Montag änderte sich alles, der Virus hatte uns und Deutschland erreicht. Die Welt stand Kopf, Kinderlachen auf dem Spielplatz gabs nicht mehr, Flugzeuge am Himmel wurden zu einer Rarität und der geliebte Stau auf der Autobahn wollte einfach nicht wieder kommen.

Unsere Reisepläne für 2020 gingen gegen Null und der Night-Liner bezog seine Wartestellung auf dem Hof. Ab und zu schliefen wir dort, damit wir keinen Entzug bekamen und der Night-Liner nicht vereinsamte. Schließlich waren wir noch da und davon überzeugt, es kommt der Tag, dann würden wir alle wieder Reisen. Jetzt an hieß es erst einmal, wir bleiben daheim….