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Reisen

Vorsichtig träumen wir wieder vom Reisen

Gestern bin ich das erste Mal nach 6 Wochen wieder 18 Stufen an einem Stück gelaufen und das hoch und gleich wieder runter. Somit kann ich nun auch den Liner-Gipfel wieder erreichen.
Kaum ist der Einstieg bewältigt, schon beginnen die ersten Ideen in unseren Köpfen zu kreisen und nehmen uns mit auf die Reise durch Deutschland.

Am 03.07.2020 haben wir mit dem Night-Liner einen Termin bei der Zulassungsstelle zum wieder zulassen des kleinen und großen Schwadden. Aus diesem Grund geht es am Montag los und wir räumen den Night-Liner wieder ein. Vor allem die Küche haben wir ziemlich leer geräumt und der Kühlschrank ist immer noch aus. Das wird sich ab Montag ändern. Der Gastank ist voll und ab Dienstag wird der Kühlschrank wieder ständig laufen. Am Mittwoch ist er dann bereit für Lebensmittel und Getränke. Danach wird wohl das große Putzen erfolgen und jedes Fach wird wieder eingeräumt… und wenn er am Freitag wieder zugelassen ist, wird er auch bereit zur Abfahrt sein.
So steigt der Traum, dass wir am Montag sagen können, Besatzung an Bord und Abfahrt!!!

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Dies und das

Selber ausgebremst

Es war Anfang Mai 2020 geworden und endlich sollte man etwa ab Mitte Mai wieder Reisen können. Zu Beginn zwar nur innerhalb Deutschlands, aber Deutschland war auch sehr schön.
Ein Zulassungsdienst für den Night-Liner war schnell gefunden und Mitte Mai sollte er wieder zugelassen werden und dann stand dem Reisen, auch wenn nur im kleinen, nichts mehr im Weg.

Doch 2020 wäre nicht das Jahr 2020 gewesen, wenn es nicht schon wieder anders kommen würde als geplant. Ich wollte so viele wie möglich der Holzbretter in den nächsten 14 Tagen streichen und Dieter ebenfalls so viele wie möglich an die Außenwände unserer Immobilien schrauben. Die Außenverkleidung sollte doch in 2020 noch fertig werden. Doch dann kam der 11.Mai 2020 und ich war auf dem Weg durch die Scheune nach draußen um Bretter zu streichen. Leider hab ich den Hubwagen in der Scheune übersehen und bin voll über das kleine Ding gestolpert. Dabei bin ich mit voller Wucht auf die rechte Seite gefallen und konnte danach auch nicht mehr aufstehen.
Dieter und mein Sohn haben mich dann aufgestellt und in einen Bürostuhl mit Rollen verfrachtet. So ging die wilde Fahrt dann durch die Scheune nach oben ins Wohnzimmer los. Wie die beiden mich aus dem Bürostuhl aus das Sofa bekamen, weis ich nicht mehr. Das einzige, an was ich mich noch erinnern kann, war der stechende Schmerz der alles überlagerte. In der folgenden Nacht hab ich kein Auge zugemacht und die Schmerzen wünsche ich nicht einmal meinem Totfeinde.
Am nächsten Morgen stand fest, der Arzt würde nicht zu uns kommen und ich konnte auch nicht ins Auto steigen um hin zu fahren. So blieb uns nur eine Alternative, wir mussten den Krankenwagen rufen und ich musste schweren Herzen ins Krankenhaus fahren. Immer noch mit der Hoffnung, es war alles nur verstaucht und ich darf gleich wieder nach Hause.
Es folgten im Krankenhaus viele Untersuchungen, mehrmaliges Röntgen und ein CT. Dann kam der nette Oberarzt und meinte ganz trocken, eine Woche müssen sie mindestens hier bleiben, sie haben sich eine Beckenringfraktur zugezogen. Die gute Nachricht, es muss nicht operiert werden und ich brauch auch keinen Gips. Die schlechte Nachricht, ich muss sofort wieder mit dem Gehen beginnen und es ist sehr schmerzhaft, doch sie hätten viele gute Schmerzmittel. Nach einer Woche wäre ich dann sicher so gut auf den Füßen, dass ich wieder nach Hause kann.

Durch die Nachrichten erfuhr ich, das Reisen wieder möglich ist, das die Grenzen zum Teil wieder öffneten und wir wieder ins Ausland reisen konnten. Doch für mich waren die 6 Stufen zum Linergipfel einfach nicht zu bezwingen und somit der Einstieg erst einmal gesperrt. Also hieß es weiter, wir bleiben bis auf weiteres erst einmal zu Hause.

Seit gestern kann ich Treppen wieder sehr gut laufen und den Gipfel in den Liner erklimme ich fast perfekt. Am 03.07.2020 lässt Dieter den Night-Liner wieder zu und dann steht der ersten Ausfahrt nichts mehr im Wege, außer das Jahr 2020 möchte wieder zuschlagen. Wir lassen uns überraschen und wissen jetzt nur eins gewiss, 2020 ist nicht unser Jahr….

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Reisen

Ostsee-Tour, Luxemburg und Nierstein

2020, sollte für uns das Jahr der langen Reisen werden bevor es 2021 über den großen Teich gehen sollte. So war der Plan und wir haben lange an den Routen geplant.

Meinen 62. Geburtstag wollten wir bei Freunden in Luxemburg feiern und hier holte uns die neue Zukunft das erste mal ein. Im März 2020 schließt Luxemburg die Grenzen zu Deutschland. An ein unbeschwertes Reisen nach Luxemburg war erst einmal nicht mehr zu denken und schweren Herzens sagten wir unseren Freunden in Luxemburg ab. Wir können dies ja später jederzeit nachholen.
Noch in der gleichen Woche schloss auch Litauen seine Grenzen und unsere Tour Rund um die Ostsee fiel somit mal kurz ins Wasser. Irgendwie hilflos sahen wir zu, wie Europa seine Grenzen dicht machte und das worauf wir so stolz waren zum Teil aufhörte zu existieren.

Die bis heute letzte Fahrt des Night-Liners war dann vom 13.03. bis 15.03.2020 nach Nierstein. Dort trafen wir uns mit 10 anderen Dickschiffen und verlebten ein super schönes Wochenende. Wenn wir heute ein Weinchen aus Nierstein öffnen, dann denken wir oft an diese schöne Zeit zurück. Vor allem wie einfach und unbeschwert diese Zeit noch war.
Ab Montag änderte sich alles, der Virus hatte uns und Deutschland erreicht. Die Welt stand Kopf, Kinderlachen auf dem Spielplatz gabs nicht mehr, Flugzeuge am Himmel wurden zu einer Rarität und der geliebte Stau auf der Autobahn wollte einfach nicht wieder kommen.

Unsere Reisepläne für 2020 gingen gegen Null und der Night-Liner bezog seine Wartestellung auf dem Hof. Ab und zu schliefen wir dort, damit wir keinen Entzug bekamen und der Night-Liner nicht vereinsamte. Schließlich waren wir noch da und davon überzeugt, es kommt der Tag, dann würden wir alle wieder Reisen. Jetzt an hieß es erst einmal, wir bleiben daheim….

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Dies und das

Der Ruhestand beginnt jetzt oder wenn wir Rentner werden

Auf keinen anderen Lebensabschnitt haben wir so lange darauf zugearbeitet bzw. wurde so heiß ersehnt wie das Rentnerleben. Bei Dieter kam dieser Tag schon vor 4 Jahren im Alter von 54 Jahren. So als Feuerwehrmann und Beamter konnte er schon recht früh in Pension gehen. Seit dem 01.05.2019 war es dann endlich auch bei mir soweit. Ich war endlich Rentnerin und dabei erst 61 Jahre alt anstatt bis zum 66. Geburzeltag zu arbeiten. Die Deutsche Rentenversicherung schenkt mir ganze 5 Jahre… Vielen Dank dafür!!!

Mit unserer Rente können wir zwar nicht Leben wie Gott in Frankreich aber wir leben davon auch nicht schlecht. Unsere Rechnung fürs Alter ging auf. Die Pension und Rente und auch von der Immobilie blieb jeden Monat noch ein kleines Sümmchen übrig. Damit konnten wir uns nun einige unserer Träume verwirklichen. Wir wollten Reisen, endlich die Welt ansehen, schon zu lange haben wir das nach hinten angestellt. Doch jetzt war auch das letzte Kind mit seiner Ausbildung fertig und alle wohnten nicht mehr zu Hause und wir fanden uns im Dezember 2019 vogelfrei…dies war ein herrliches Gefühl

2020, das sollte unser Jahr werden. Bereits im Oktober 2019 begannen wir mit der Reiseplanung “ Einmal Rund um die Ostsee“. Im April 2020 sollte es los gehen und Ende Juli wollten wir wieder zurück sein. Doch ein altes Sprichwort bekam eine neue Bedeutung…“ Meistens kommt es anders und zweitens als man denkt „
Das alles so anders kommen sollte, das hätten wir im Dezember 2019 noch nicht einmal in Erwägung gezogen. Doch genau als wir mitten im planen waren, machte sich auf der anderen Seite der Welt ein Virus auf die Reise und holte in kurzer Zeit die Menschheit auf jedem Kontinent ein,

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Hund

Über die Regenbogenbrücke

2020, es sollte unser Jahr werden! Doch am 18.01.2020 holte uns die Wirklichkeit schmerzlich ein. Wir mussten unseren Seelenhund Ronja über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Sie zog im Alter von 8 Wochen im November 2010 bei uns ein. Sie eroberte unsere Herzen im Sturm, unser kleines Bärchen, unser Berner Mädel Ronja.

Als du ankamst hattest du nichts nur ein Herz voller Liebe für uns Zweibeiner und diese hast du verschenkt wo immer du gerade warst!

Liebe Ronja, wir danken Dir für fast 10 Jahre Treue. Du warst immer für uns da. Du hast mich durch meine Augen-Op´s begleitet und mich immer wieder zum Lachen gebracht. Du warst die starke Ronny an meiner Seite und der Pausenclown, wenn wir den brauchten.
Keiner wird die Lücke in unseren Herzen ausfüllen können, welche Du dort hinterlassen hast. Meine geliebte Maus, hab viel Spaß auf der anderen Seite des Regenbogens, bis wir uns wiedersehen.

Kurz nach dem Hundefriseur. Für dich gab es nichts schöneres, als wenn dein Haarkleid ganz kurz war, denn dann kam immer der Sommer. Urlaub und meistens viel Wasser und Sand.
Keine hat das Spielzeug unserer Enkelkinder so gut bewacht wie Du meine Süße. Vieles was unsere Flocke heute ausmacht, hat sie von dir gelernt.
Unsere letzte gemeinsame Tour an die Nordsee im November / Dezember 2019. Da warst du vom Krebs schon gezeichnet und doch hast du uns immer noch soviel geschenkt.
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Dies und das

Rückblick Dezember 2019

Ich möchte gerne einen Teil meiner Gedanken und Wünsche aus dem Dezember 2019 aufschreiben. Wie weit unsere damaligen Wünsche von der Realität von heute doch entfernt sind. Hätte damals jemand von dem heutigen Ist-Zustand erzählt, ich hätte geschmunzelt und es mit „Hollywood lässt grüßen“ abgetan.

Als wir Ende November 2019 an die Nordsee mit dem Night-Liner starteten, war unsere kleine Welt noch in Ordnung und alles lief unter dem Motto “ Die Zukunft beginnt jetzt „. Wir waren daran, unsere Träume zu verwirklichen und es lief, es lief wirklich gut. Das Jahr 2020 sollte für uns das Jahr der Superlative werden.
Auf dem Weg an die Nordsee gab es viel zu erzählen und Dieter und ich, wir waren mehr als glücklich. Seit April stand der Night-Liner auf dem Hof und der “ Little Night-Liner “ in seiner Heckgarage. Für uns das Wohnmobil der Zukunft eben unserer Zukunft.
Wir freuten uns auf ein paar schöne Tage mit Freunden an der Nordsee und vor allem auf die schönen Tage mit unserer Hündin Ronja. Sie litt schon seit fast einem Jahr am Krebs und wir merkten ihre Zeit war nicht mehr unendlich. Wir freuten uns auf unbeschwerte Tage an der Nordsee und ahnten nicht das 2020 unter keinem guten Stern stehen würde